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Ärztliche Bereitschaftsdienste

Die Alternative zum Notarzt

Hausarzt im Beratungsgespräch
Hausarzt im Beratungsgespräch TÜV Süd, lizenziert unter CC BY-ND 2.0

Wenn die Schmerzen nicht warten können, bis der Hausarzt am nächsten Morgen oder nach dem Wochenende bzw. Feiertag wieder verfügbar ist, man sich beim Rufen des Notarztes aber lächerlich vorkommen würde, dann ist es gut zu wissen, dass es ihn gibt – den ärztlichen Not- oder Bereitschaftsdienst. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst füllt die Lücke zwischen regulärer Hausarztversorgung und Rettungsdienst: Nicht-Notfälle, die jedoch nicht bis zur nächsten Sprechstunde beim eigenen Hausarzt warten können, sind ein Fall für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Der Bereitschaftsdienst besteht aus niedergelassenen Ärzten aller Fachrichtungen, die im Rahmen ihrer Zugehörigkeit bzw. Zulassung zum gesetzlichen Kassensystem dazu verpflichtet sind, Bereitschaftsdienste zu leisten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen organisieren den Bereitschaftsdienst innerhalb ihres Verwaltungsgebietes eigenständig. Auch wer am Freitagabend Zahnschmerzen bekommt, wird natürlich nicht bis zum nächsten Montag vertröstet – auch die Zahnärzte organisieren einen Notdienst, den zahnärztlichen Bereitschaftsdienst.

Kein Not-, sondern Hausarzt

Nicht verwechselt werden darf der Bereitschaftsdienst mit dem Notarzt – letzterer rückt an, wenn bei einem Notfall Eile geboten ist. Die Bereitschaftsärzte hingegen übernehmen die Funktion eines normalen Hausarztes. So muss man mit dem Hexenschuss oder der Blasenentzündung nicht ins Krankenhaus oder die 112 wählen, sondern kann auch am Wochenende, spätabends oder an Feiertagen einen Allgemeinmediziner erreichen. Wenn ein Bereitschaftsarzt einmal zu Hause beim Patienten vorbeikommt, dann fährt er nicht mit Blaulicht vor, sondern ganz normal wie der klassische Landarzt auf Hausbesuch. Dennoch wird von den Patienten der medizinische Bereitschaftsdienst oft mit der notfallmedizinischen Versorgung begrifflich durcheinandergebracht, deshalb wird in letzter Zeit versucht, den Begriff Notdienst im Zusammenhang mit dem kassenärztlichen Dienst zu vermeiden und konsequent von Bereitschaft zu sprechen.

Erreichbarkeit von Bereitschaftsdiensten

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist seit einiger Zeit, zusätzlich zu den regional unterschiedlichen Telefonnummern, bundesweit einheitlich unter einer eigenen Rufnummer zu erreichen, nämlich der 116 117. Diese Nummer wirkt eher wie die Nummer einer Auskunft und weniger wie eine Notrufnummer – und das ist sie letztendlich auch: in erster Linie ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst eine Auskunft dafür, wo man zu unüblichen Praxiszeiten einen Arzt erreichen kann. Der Anrufer bekommt die zuständigen, geöffneten Praxen bzw. die Telefonnummern der diensthabenden Ärzte genannt. Ist keine Praxis in der Nähe geöffnet, wird an Alternativen verwiesen.

Ablauf im Krankheitsfall

Mit den erhaltenen Informationen kontaktiert man die Praxis des diensthabenden Bereitschaftsarztes dann direkt – und begibt sich dann in dessen Praxis; man kommt einfach vorbei, wie zu jedem anderen Hausarzt auch. Nur in seltenen Fällen kommt der Bereitschaftsarzt noch direkt zu Hause vorbei – Hausbesuche sind wie auch im normalen Praxisalltag kaum noch üblich. Wessen Gesundheitszustand es erlaubt, der wird in die Praxis bestellt. Krankheitsfälle werden so weit behandelt, dass sie am nächsten Werktag vom regulär behandelnden Arzt fortgeführt werden können. Sollte es doch einmal unerwartet ernster sein, wird in die Klinik eingewiesen. In den letzten Jahren sind zudem immer mehr Notfallpraxen entstanden, vor allem in größeren Städten. In einer solchen Praxis tun meist mehrere Ärzte gemeinsam Dienst. Der Vorteil ist, dass der Hilfesuchende ohne weitere Terminabsprache direkt dort vorbeikommen kann und sich gleich mehrere Ärzte um die akut Kranken kümmern. Hoher Andrang wird dadurch besser abgefedert und auch Hausbesuche sind eher zu realisieren.

Privatärztliche Bereitschaftsdienste

Für alle, die noch mehr Flexibilität und Erreichbarkeit brauchen, die der kassenärztliche Bereitschaftsdienst nicht abzudecken vermag, kann die Inanspruchnahme eines privaten Arzt-Notdienstes sinnvoll sein. Während der kassenärztliche Bereitschaftsdienst eher praxisgestützt arbeitet, kommt beim privaten ärztlichen Dienst der Doktor auch noch standardmäßig direkt und schnell zu Hause vorbei. Allerdings hat das seinen Preis, der private Notdienst ist kostenpflichtig; Privatversicherte bekommen die Kosten von ihrer Versicherung in der Regel erstattet, gesetzlich Versicherte müssen den privaten Arzt jedoch selbst zahlen.